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Wednesday 12 November 2025 12:40:50 GMT
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„Berufskrankheit“ Essverhalten bewerten?👀 Ich sehe immer mal wieder Videos von Personen, die sagen, es sei eine Art Berufskrankheit - wenn man im Ernährungs- oder Fitnessbereich arbeitet - immer genau zu schauen, was andere Menschen einkaufen / essen und sich seinen Teil dazu zu denken. Ich weiß natürlich, dass das oft im Spaß gesagt wird, finde das Thema aber so wichtig, dass ich trotzdem aus meiner Perspektive etwas dazu ergänzen möchte: Jedes Mal, wenn ich erzähle, was ich studiert habe, haben Menschen Angst, für ihre Essentscheidungen von mir verurteilt zu werden. (Und ich weiß, dass es bei Kolleg:innen genauso ist.) Egal ob im privaten oder beruflichen Kontext - Essen ist SO OFT mit Scham behaftet. Zu viel, zu wenig, zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viele verarbeitete Lebensmittel - es gibt so unfassbar viel, wo vor Menschen in ihrer Ernährung Angst oder Unsicherheiten bzw. das Gefühl haben, etwas „falsch“ zu machen. Und das ist subjektiv - nichts, wo man von außen einfach sagen könnte „naja da musst du dir aber ja keine Gedanken machen“. Bestärkt wird das ganze natürlich noch, wenn jemand mehrgewichtig ist oder allgemein nicht dem gesellschaftlichen Schönheitsideal entspricht.  Nicht selten hat das zur Folge, dass ungesunde Muster sich verstärken (Scham ist ein häufiges Motiv für emotionales Essen), Menschen sich mit ihrem Essen isolieren und ggf. sich nicht trauen, darüber zu sprechen oder sich Hilfe zu suchen. Ich weiß, es mag nur wie eine Kleinigkeit wirken mit dem Bewerten von Einkäufen, aber es ist diese Summe von Kleinigkeiten, die am Ende schaden können.  Ich mache meinen Job hier, weil ich gerne schon vorne ansetzen und diese Unsicherheiten generell abbauen möchte (nicht, weil jeder jeden Tag nur Zucker essen soll, sondern damit ein gesunder, entspannter Umgang gefunden werden kann). Da ist es natürlich nicht wahnsinnig hilfreich, wenn kommuniziert wird, wir würden Menschen für ihr Essverhalten verurteilen🥲 Auch wenn ich es gerne anders hätte - am Ende wird es immer Menschen geben, die andere verurteilen - egal wofür. Ich möchte nur betonen: Das hat oft mehr mit der Person, die das tut, zu tun, als mit der verurteilten Person. Ich kenne in meinem Umfeld keine qualifizierten ErnährungsFACHKRÄFTE, die Menschen für ihr Essverhalten verurteilen - weil wir wissen, wie individuell Ernährung ist, dass ein Einkauf überhaupt nichts aussagt und weil jede Essentscheidung einen Grund hat und urteilen auch einfach noch nie irgendjemandem geholfen hat.  Lasst mich total gerne wissen, was ihr darüber denkt 🫶  #ausgewogeneernährung #ernährungstipps #ernährungsumstellung #ernährungswissenschaften
„Berufskrankheit“ Essverhalten bewerten?👀 Ich sehe immer mal wieder Videos von Personen, die sagen, es sei eine Art Berufskrankheit - wenn man im Ernährungs- oder Fitnessbereich arbeitet - immer genau zu schauen, was andere Menschen einkaufen / essen und sich seinen Teil dazu zu denken. Ich weiß natürlich, dass das oft im Spaß gesagt wird, finde das Thema aber so wichtig, dass ich trotzdem aus meiner Perspektive etwas dazu ergänzen möchte: Jedes Mal, wenn ich erzähle, was ich studiert habe, haben Menschen Angst, für ihre Essentscheidungen von mir verurteilt zu werden. (Und ich weiß, dass es bei Kolleg:innen genauso ist.) Egal ob im privaten oder beruflichen Kontext - Essen ist SO OFT mit Scham behaftet. Zu viel, zu wenig, zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viele verarbeitete Lebensmittel - es gibt so unfassbar viel, wo vor Menschen in ihrer Ernährung Angst oder Unsicherheiten bzw. das Gefühl haben, etwas „falsch“ zu machen. Und das ist subjektiv - nichts, wo man von außen einfach sagen könnte „naja da musst du dir aber ja keine Gedanken machen“. Bestärkt wird das ganze natürlich noch, wenn jemand mehrgewichtig ist oder allgemein nicht dem gesellschaftlichen Schönheitsideal entspricht. Nicht selten hat das zur Folge, dass ungesunde Muster sich verstärken (Scham ist ein häufiges Motiv für emotionales Essen), Menschen sich mit ihrem Essen isolieren und ggf. sich nicht trauen, darüber zu sprechen oder sich Hilfe zu suchen. Ich weiß, es mag nur wie eine Kleinigkeit wirken mit dem Bewerten von Einkäufen, aber es ist diese Summe von Kleinigkeiten, die am Ende schaden können. Ich mache meinen Job hier, weil ich gerne schon vorne ansetzen und diese Unsicherheiten generell abbauen möchte (nicht, weil jeder jeden Tag nur Zucker essen soll, sondern damit ein gesunder, entspannter Umgang gefunden werden kann). Da ist es natürlich nicht wahnsinnig hilfreich, wenn kommuniziert wird, wir würden Menschen für ihr Essverhalten verurteilen🥲 Auch wenn ich es gerne anders hätte - am Ende wird es immer Menschen geben, die andere verurteilen - egal wofür. Ich möchte nur betonen: Das hat oft mehr mit der Person, die das tut, zu tun, als mit der verurteilten Person. Ich kenne in meinem Umfeld keine qualifizierten ErnährungsFACHKRÄFTE, die Menschen für ihr Essverhalten verurteilen - weil wir wissen, wie individuell Ernährung ist, dass ein Einkauf überhaupt nichts aussagt und weil jede Essentscheidung einen Grund hat und urteilen auch einfach noch nie irgendjemandem geholfen hat. Lasst mich total gerne wissen, was ihr darüber denkt 🫶 #ausgewogeneernährung #ernährungstipps #ernährungsumstellung #ernährungswissenschaften

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