@enrico_seidler: Der Bunker Wünsdorf Zeppelin war ein von der Deutschen Reichspost im Auftrage des Oberkommandos des Heeres der Wehrmacht Ende der 1930er Jahre errichteter Bunker in der Nähe des brandenburgischenOrtes Wünsdorf. Der Bunker wurde zwischen 1937 und 1939 im Bereich des sogenannten Stammlagers Zossen als NachrichtenzentraleZeppelin bzw. als Amt 500 (postalische Tarnbezeichnung)in Wünsdorf errichtet. Im Mai 1939 begann in der Nachrichtenzentrale Zeppelin der Probebetrieb, der am 25. August beim Eintreffen des von Berlin nach Zossen verlegten Oberkommandos des deutschen Heeres in die heiße Phase überging. Bis dahin waren alle für den Überfall auf Polen vorbereiteten Fernmeldeverbindungen auf die Zentrale aufgeschaltet worden. Zeppelin blieb während der Gesamtdauer des Zweiten Weltkrieges der wichtigste, größte und damals modernste Fernmeldeknoten im Verbindungssystem der Wehrmacht. Die schnelle Besetzung von Zossen-Wünsdorf im April 1945 führte dazu, dass der Fernmeldebunker und seine Fernmeldeanlagen weitestgehend unzerstört in die Hände der Roten Armee fielen. Im Juni 1953 wurde der Aufgabenbereich des 1946 von Potsdam nach Wünsdorf verlegten Oberkommandos der Sowjetischen Besatzungstruppen – nunmehr als Oberkommando der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) – erheblich ausgeweitet. Zossen-Wünsdorf wurde Sperrbereich und entwickelte sich als Sitz des Oberkommandos zur größten Garnison der sowjetischen Truppen in der DDR. #bunker #lostplace #weltgeschichte #ww2 #HistoryTime