Da der Zweck eines jeden Wirtschaftsunternehmens die Gewinnerzielung ist (und nicht die Erhöhung der Kaufkraft), benötigt es für eine stabile Gesellschaft ein politisches Korrektiv, das diese Kaufkraft sicherstellt.
Die betriebswirtschaftliche Logik zwingt Firmenlenker (im Sinne ihrer Anteilseigner) zur Kostenminimierung - also ist aus dieser Richtung keine Lösung zu erwarten. Der sogenannte "Markt" ist eine zwar gut analysierte, aber amorphe Masse an Konsument(inn)en, für deren Wohlstand das einzelne Wirtschaftsunternehmen keinerlei Verantwortung übernimmt (oder übernehmen darf).
Politik müsste sich folglich den kurzfristigen Interessen der Unternehmen entgegenstellen, um deren langfristige Interessen zu schützen.
Leider lässt die Logik der Wahlperioden und Aktienmärkte das nicht zu.
2026-03-11 00:12:09
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Glafayette :
Ich habe zu diesem Thema promoviert (Post-Arbeitsökonomie) super spannend, das AI-Paradox
2026-03-10 17:45:38
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ChristianRE :
Wie immer ein gutes Gedankenspiel!
Meines Erachtens wird der Trend den dann doch zum bedingungslosem Grundeinkommen gehen. Gewinne werden privatisiert und Verluste vergesellschaftet. Der Staat solls dann richten, gern, mit fairen Steuern für alle. Wir werden die Welt neu denken müssen. Auch dahin, das vielleicht nicht das Geld wie wir es jetzt denken, nicht das Maß aller Dinge ist ...
2026-03-10 18:52:21
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Johannes Sprich :
Äpfel mit Birnen verglichen. Das eine ist: Was zahle ich meinen Mitarbeitern (Ford). Das andere: Wie viele Mitarbeiter brauche ich, um ökonomisch zu arbeiten (AI-Unternehmen). Wir wissen nicht, wie viele Arbeiter Ford entlassen hätte oder hat, wenn er die Fertigung optimierte.
2026-03-14 20:58:30
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jens :
Wir leben in einer kapitalistischen Marktwirtschaft, die auf einem grundlegenden Widerspruch beruht: Sie verlangt stetiges Wachstum in einer endlichen Welt. Da Märkte und Ressourcen begrenzt sind, wird künstlicher Bedarf erzeugt – durch ständige Erneuerung von Produkten, die längst noch nutzbar wären. Somit haben wir uns in eine Wergwerfgesellschaft manövriert, die Ressourcen systematisch verschwendet.
Um im Wettbewerb zu bestehen, werden Arbeitskräfte zunehmend durch Roboter und KI ersetzt. Viele Menschen verlieren dadurch ihre Existenzgrundlage oder landen im Niedriglohnsektor, während gleichzeitig die Kaufkraft sinkt. Das System untergräbt damit seine eigene Basis.
Am Ende bleibt als brutaler „Ausweg“ oft nur die Zerstörung: Krieg vernichtet Überkapazitäten und schafft Raum für neuen Profit durch Wiederaufbau – ein zynischer Kreislauf, in dem wirtschaftlicher Gewinn über menschliches Leid gestellt wird.
2026-03-19 10:38:56
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schikzpimcq :
wow! endlich begreift jemand BWL Grundkurs das Problem mit KI
2026-03-11 08:56:52
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kangaroo :
Hinkt der Vergleich nicht etwas, wenn man bedenkt, dass Ford Fließbandarbeit einführte und dadurch Mitarbeitende entließ/nicht benötigte? Also auch dafür sorgte, dass Menschen ohne Arbeit dastanden und sich das Produkt nicht kaufen konnten.
2026-03-10 18:39:53
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Tillius Ausdiemaus :
Irgendwie absurd, der Kapitalismus.
2026-03-13 17:21:27
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blackscreen :
vermutlich durch Grundeinkommen, finanziert durch eine neu einzuführende Robotersteuer 🤔
2026-03-10 21:03:11
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kfue :
Varoufakis: Die Unsätze der klassischen Unternehmen (Ford) gehen zu ca 85% als Löhne wieder in den Wirtschftskreislauf zurück, also letztlich in den Konsum. Bei den von ihm so genannten "Cloud-Unternehmen" sind das ca. 1%. Das — so seine Analyse — ist der Grund für die Krise des kapitalistischen Modells. Das ist auch das Ende von Infrastruktur, Sozialstaat, das Ende des sozialdemokratischen Modells.
2026-03-15 13:16:33
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B. Scheuert :
Wir sind technisch weiter als wir gesellschaftlich sein sollten. Die Maschinen könnten die Wertschöpfung machen und der Mensch rein kreativ unterwegs sein. Stattdessen haben wir Massenarbeitslosigkeit und demnächst Billionäre.
2026-03-16 21:44:27
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Stefano Vosso :
Der Vergleich hinkt schon aufgrund der gesellschaftlichen Ausgangslage von vorne bis hinten. Man kann Open AI auch als Möglichkeit sehen, sich dem demographischen Wandel zu stellen. In Deutschland grassiert eine Angst vor der digitalen Zukunft. All unsere Behörden arbeiten wie im Mittelalter, um ja nicht unentbehrlich zu werden. Effizienz und Produktivität sind für sie Fremdwörter. Man kann Open AI auch als große Chance sehen. Natürlich wird es Berufe geben, die auf der Strecke bleiben und wiederum andere, die neu entstehen. Diese Entwicklung läuft schon seit Jahrtausenden so ab.
2026-05-29 09:34:24
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mickna :
Ist für Diskussion wirklich neu? Ich erinnere mich an Steuerdiskussionen (Maschinenbesteuerung)
2026-03-16 15:01:06
1
was geht? :
Aber diese Problematik ist doch bekannt. Mich wundert, das Sie dies nur beschreiben, anstatt eine Lösung aufzuzeigen oder uns zu erklären, ob es die Politik auf dem Schirm hat und in der Lage ist, die Weichen richtig zu stellen.
2026-03-26 08:25:02
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Kein Bock auf Montag :
Zeit für ein bedingungsloses Grundeinkommen
2026-03-24 19:31:08
1
Horst Schwarz525 :
Es sit nur die Frage, warum kostet es noch was. Die KI bekommt keinen Lohn.
2026-03-10 16:51:21
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Michael :
Das bessere ist des Guten Feind.
Berufsbilder haben sich schon immer gewandelt. Wer sich nicht weitet entwickelt, wird eher entlassen bleiben. Davon ist auch die Informatik nicht ausgenommen.
2026-03-23 07:50:32
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Dödlen 🤩 :
Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet in Zukunft, dass wir nicht mehr die Arbeit besteuern können, weil es keine mehr gibt, sondern das Kapital
2026-03-10 23:08:27
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rattenfreund :
Als CEO von einem Milliarden Unternehmen mit Milliarden Investoren Kapital würde ich auch erzählen, dass mein Produkt so toll ist, dass wenn der CEO einer anderen Firma es kauft, er ganze Abteilungen schließen kann. Das nennt man dann wohl Werbeversprechen 😉
2026-03-10 23:10:53
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georg anetzhuber :
Nachdem momentan überall fachkräftemangel herrscht, werden die die wollen einen Job finden.
Ist die Frage, wie gut es ist das nur noch ki eingesetzt wird. ki kann vieles. abfangen aber kann noch nicht alles.
Veränderungen am Arbeitsmarkt gab es öfters schon. und auch bei jenen wurden viele arbeitslos. Es taten sich dann andere Berufsfelder auf.
das arbeitslos werden sehe ich weniger als problem. Als wie nirgends mehr einen menschen anzutreffen.
2026-03-11 08:04:54
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fredfred :
wir haben den gleichen Friseur😂
2026-03-15 07:09:24
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Julian :
Dass wir als Menschheit weniger selbst arbeiten müssen ist auch nur im Kapitalismus ein Problem.
2026-03-11 07:47:35
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Silverbeard :
Unternehmen denken lokal nicht global. Maßnahmen werden egoistisch nur für das eigene Unternehmen getroffen.
Das ist soweit normal. Nur sollten wir keinem Unternehmer oder CEO zuhören, der behauptet, die Wirtschaft weiß alles besser und muss deshalb dereguliert werden.
2026-03-25 20:19:36
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Magic Mike :
Das Problem ist doch aber nicht neu, passiert bei jeder technischen Entwicklung. Jedes Mal wieder der Aufschrei davor, der oft als "Verschwörung" gegen den Kapitalismus und die Marktwirtschaft abgetan wird und am Ende die Verwunderung, warum es doch so kommt.
Immer dann wenn menschliche Arbeitskraft durch technischen Fortschritt ersetzt wird muss die ausfallende Kaufkraft ja irgendwoher kommen. Deshalb haben wir inzwischen ja so viele Geringverdiener und Aufstocker, die "subventioniert" werden müssen. Da die Löhne eben nicht so stark steigen wie die Produktivität des einzelnen Arbeiters und immer mehr davon abgeschöpft wird und in Kapitalanlagen u.ä. landet.
2026-03-10 18:22:39
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Jan-Frederik :
Und da kommen wir ganz schnell zum Thema BGE. Die Gesellschaft will ja weiter Geld verdienen. Und es wird auch genug Geld erwirtschaftet, aber damit der Kreislauf weiter besteht, muss eben das Geld auch wieder beim Konsumenten landen. Wenn nicht durch Arbeit, dann gebt es ihnen doch einfach.
2026-03-11 05:08:33
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