natasa :
Ich bin Mutter von drei eigenen Kindern und zwei Kindern, die viele als Stiefkinder bezeichnen würden. Als ich in ihr Leben kam, war mein Sohn fünf Jahre alt, heute ist er 23. Meine Tochter war damals ein Jahr alt, heute ist sie 20. Ich habe beide großgezogen und nie einen Unterschied zwischen ihnen und meinen drei leiblichen Kindern gemacht.
Zu ihnen war ich genauso streng wie zu meinen eigenen Kindern. Für mich waren und sind es meine Kinder. Sie nennen mich Mama – nicht weil ich das verlangt hätte, sondern weil sie das selbst so wollten.
Heute sind meine Kinder dankbar für die Erziehung, die sie bekommen haben. Meine Tochter besucht eine Privatschule, mein Sohn arbeitet, und ich bin stolz auf ihren Weg. Ich habe immer versucht, ihnen Werte, Verantwortung und Disziplin mitzugeben.
Ich habe nie gesagt: „Das sind meine Stiefkinder.“ Ich habe immer gesagt: „Ich habe fünf Kinder.“ Ehrlich gesagt hasse ich sogar den Ausdruck „Stiefkind“, weil genau das nicht mein Gefühl widerspiegelt. Ich fühle nicht, dass es ein Stiefkind ist. Ich fühle, dass es mein Kind ist. Liebe, Verantwortung und Familie werden nicht durch Blut bestimmt, sondern durch das, was man täglich füreinander tut.
Wenn jemand sagt, man könne zu einem Kind, das nicht das eigene ist, nicht streng sein, dann hat er dieses Kind vielleicht nie wirklich als sein eigenes angesehen. Wenn man aber den Vater oder die Mutter heiratet und gemeinsam eine Familie lebt, dann wird dieses Kind auch zu deinem Kind.
Strenge bedeutet nicht, ein Kind zu verletzen. Strenge bedeutet, einem Kind Orientierung zu geben, Grenzen zu setzen und es auf das Leben vorzubereiten. Genau das habe ich bei allen fünf Kindern getan – ohne Unterschiede, ohne Ausnahmen und mit derselben Liebe für jedes einzelne.
2026-06-02 05:14:54