timguardiola :
Ich kenne die Zahlen und Studien, die Lebensrealität sieht dennoch anders aus.
Zunächst mal geht ein viel größerer Teil des Lohns für unumgehbare Kosten wie Miete, Versicherungen und Steuererhöhungen. Niemand musste die Hälfte bis dreiviertel seines Einkommens dafür "opfern".
Miete früher 900DM jetzt 1400€, also mehr als 3x. Gas von 0,08DM auf 0,22Cent also mehr als 5x. Döner von 3,5DM auf 10€ also 6x. Zigaretten von 4DM auf 10€ also 5x. Benzin 4x.
Im Mittel würde ich schätzen haben sich die Preise seither ungefähr vervierfacht bis verfünfacht, da auch andere Faktoren dazukommen. Beispiel: Miele Waschmaschine für 300DM hat 50 Jahre gehalten und weniger Strom gezogen als die neue, die einmal repariert und dann neu gekauft werden musste innerhalb von 3 Jahren. Autos konnte der Schrauber um die Ecke machen, für 250DM, heute wegen der Elektronik ab ins Werk und mindestens 3000€ auf der Uhr.
Wir haben damals vermietet für 5000DM also 2500€ das müssten dann jetzt 10000€ sein, ist es nicht annähernd, wie soll das auch gehen? Lohn lag bei 3200DM also 1600€ das müssten dann jetzt 6400€ sein... nö. Da kann man mir soviele Listen vorlegen wie man möchte, das ist die gelebte Realität. Btw hat kein Mensch 1kg Chips für 14DM gekauft, wie da in der Liste steht, die 200g Tüte lag bei 0,99DM also 5DM das Kilo, 150g Chips bei Rewe aktuell 1,99€ also mehr als 12€ das Kilo, also wieder 5x.
Vielleicht funktioniert die Rechnung für den Mindestlohn Bereich, da sind tatsächlich (künstliche) hohe Vervielfachungen passiert. Der Rest hat weniger Geld übrig am Ende des Monats, wen interessiert eine fiktive Kaufkraft, wenn man nichts kaufen kann, weil man kein Geld übrig hat?
Ich stelle deine Logik nicht in Frage, aber alle Zahlen, die benutzt werden.
2026-04-25 03:41:41