Anna :
Was Mia gerade beschreibt, ist nicht auf das Alter an sich beschränkt sondern auf die Lebenserfahrung, die man im Laufe des Lebens mit sich bringt.
Während einige mit Anfang 20 bereits viel mehr durchgemacht haben, gibt es Menschen, die es selbst ihren über 50 Jahren so nie selbst erlebt haben.
Sie spricht hier nicht über das unbeschwerte Leben in den 20ern sondern spricht gezielt Frauen an (meist ü-30), die wegen Trennungen/Scheidungen voll Null anfangen müssten oder mussten.
Unser System wurde von Männern für Männer gemacht, sprich eine Frau ist nur dann etwas wert wenn sie jung ist, keine Vergangenheit hat (selbstredend, dass hier wieder die Männer angesprochen werden, also Beziehungen) und wenn sie aufgrund ihres Altern noch manipuliert bist aufgrund mangelnder Lebenserfahrung. Vielen Frauen wird eingetrichtert, dass kein Mann eine Frau über 30 auch nur anschaut, insbesondere wenn sie bereits Kinder hat. Diese Frauen haben jedoch teilweise Gewalt erlebt, die nicht einmal in den Horrorgeschichten vorkommen, weil das System dafür einfach nicht vorgesehen ist, wie zB das Sorgerecht für die Kinder zu erkämpfen. Viele Männer schimpfen nur darauf, dass die bösen Mütter den Vätern die Kinder wegnehmen wollen, sehen das eigene Handeln jedoch gar nicht bzw ihre eigene Geschichte, die eine Mutter zu dieser Entscheidung bewegt hat, wird erst gar nicht erwähnt.
Diese Frauen stecken teils immer noch in dem Glauben wertlos zu sein obwohl ihr Leben gerade erst neu beginnt und sie so ziemlich alles erreichen können, wenn sie ihre eigenen Ressourcen richtig einsetzen.
Wie bereits erwähnt: das Patriarchat sieht vor, dass das Leben für getrennte/geschiedene Frauen ab 30 vorbei ist. Mia versucht Mut zu machen und berichtet hier über ihre Erfahrungen und darüber, dass jede Frau, die über 30 ist, ganz eigene persönliche skills hat, die sie so gar nicht wahrnimmt.
2026-07-15 21:12:03