Karina :
Schon im Grundschulalter werden die Kinder gefragt:“ Was möchtest Du mal werden, wenn Du groß bist?“ In den weiterführenden Schulen wird das Ganze dann noch etwas direkter/intensiver. Ich hab noch nicht erlebt, dass den Kindern auch Alternativen aufgezählt werden. Du wirst Mutter, umsorgst Sie, ziehst sie auf und begleitest Sie bei jedem Schritt ihrer Entwicklung. Bist immer für sie da, wann immer sie nach dir suchen oder dich rufen. Berichtest später dem Papa, was sie wieder Neues gelernt oder tolles gemacht haben. Machst Bilder, nimmst es in dich auf. Alles wurde plötzlich bunt und in Massen angeboten, Preise stiegen und es war unmöglich für eine Mutter, zu Hause zu bleiben. Sie musste mitverdienen. Oder wollte, denn jeder entscheidet auch selbst über seinen Lebensstandard. Du sprichst mir mit Deinen Worten aus der Seele. Auch für mich ist es heute unvorstellbar, meine Kinder in andere/fremde Hände zu geben. So viel zu versäumen, mir vorstellen zu müssen, wie sie sich von Fremden erziehen lassen sollen, wie sie nach mir suchen, wenn sie Schmerzen haben, einen Streit haben oder einfach nach dem Mittagsschlaf. Manchmal passieren uns im Leben Dinge, die uns plötzlich die eine oder andere Sache hinterfragen lassen und unsere Sicht auf das „Leben“ ändert sich. Einfach ist es nicht. Natürlich gibt es Wege, aber es sind auch überall Steine ausgelegt.
2026-06-17 18:09:18