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Und wenn die Geschichte anders war? Vor genau vier Wochen hat Orbán die Wahl in Ungarn verloren. Das haben viele mitgekriegt, allerdings oft auf eine etwas seltsame Art und Weise. Ja, auch ich habe mich gefreut. Aber wenn wir aus der Sache mit Orbán lernen wollen, müssen wir verstehen, was wirklich passiert ist. 1. Bei der Wahl in Ungarn ging es nicht nur um Demokratie. Das Leben ist unter Orbán teuer geworden, der Staat korrupt, die Wirtschaft politisch abhängig und die Schulen waren eine Vollkatastrophe. Das Problem mit Orbán war nicht nur, dass er kein Demokrat war, sondern auch ein richtig, richtig schlechter Ministerpräsident. Darum: Sagen wir das öfter! Wenn wir bei uns die AfD kleinhalten wollen, sind das die besseren Argumente. 2. In Ungarn sind jetzt nur noch Parteien rechts der CDU im Parlament. Dass jetzt alles besser wird, wage ich zu bezweifeln. Natürlich war es wichtig, Orbán aus dem Weg zu räumen. Aber das politische System in Ungarn bleibt erst mal kaputt. Das bedeutet zweierlei. Erstens verursachen politische Kräfte wie Orbán oder bei uns die AfD Schäden für Jahrzehnte („lass die mal regieren“ = sehr schlechte Idee). Zweitens dürfen wir uns nicht nur gegen Orbán oder die AfD definieren, sondern müssen die vielen wichtigen Unterschiede zwischen den demokratischen Parteien bewahren. 3. Der Kampf gegen Orbán zog sich über Jahre und erforderte unfassbar viele Opfer – wovon wir in Deutschland fast nichts mitbekommen haben. Zum Beispiel haben sich reihenweise linke Parteien in Ungarn zugunsten einer Partei weit rechts der CDU geopfert, um Orbán zu schlagen. Das heißt: Wer wirklich die Demokratie verteidigen will, sollte nicht nur in den schönen Momenten klatschen – sondern auch bereit sein, das Notwendige zu tun, wenn es darauf ankommt. Und bei uns kommt es bald darauf an. In Sachsen-Anhalt steht die AfD vor der absoluten Mehrheit. Und in der CDU mehren sich Stimmen, die über Minderheitsregierungen oder AfD-Koalitionen nachdenken, anstatt mit Linken zu kooperieren. Darum: Wer die Ungarn-Wahl wirklich verstanden hat, lässt es bei uns gar nicht so weit kommen und springt politisch auch mal über seinen Schatten, anstatt nur nette Rede zu schwingen. 🎥: @fionngrosse #politik #ungarn
Und wenn die Geschichte anders war? Vor genau vier Wochen hat Orbán die Wahl in Ungarn verloren. Das haben viele mitgekriegt, allerdings oft auf eine etwas seltsame Art und Weise. Ja, auch ich habe mich gefreut. Aber wenn wir aus der Sache mit Orbán lernen wollen, müssen wir verstehen, was wirklich passiert ist. 1. Bei der Wahl in Ungarn ging es nicht nur um Demokratie. Das Leben ist unter Orbán teuer geworden, der Staat korrupt, die Wirtschaft politisch abhängig und die Schulen waren eine Vollkatastrophe. Das Problem mit Orbán war nicht nur, dass er kein Demokrat war, sondern auch ein richtig, richtig schlechter Ministerpräsident. Darum: Sagen wir das öfter! Wenn wir bei uns die AfD kleinhalten wollen, sind das die besseren Argumente. 2. In Ungarn sind jetzt nur noch Parteien rechts der CDU im Parlament. Dass jetzt alles besser wird, wage ich zu bezweifeln. Natürlich war es wichtig, Orbán aus dem Weg zu räumen. Aber das politische System in Ungarn bleibt erst mal kaputt. Das bedeutet zweierlei. Erstens verursachen politische Kräfte wie Orbán oder bei uns die AfD Schäden für Jahrzehnte („lass die mal regieren“ = sehr schlechte Idee). Zweitens dürfen wir uns nicht nur gegen Orbán oder die AfD definieren, sondern müssen die vielen wichtigen Unterschiede zwischen den demokratischen Parteien bewahren. 3. Der Kampf gegen Orbán zog sich über Jahre und erforderte unfassbar viele Opfer – wovon wir in Deutschland fast nichts mitbekommen haben. Zum Beispiel haben sich reihenweise linke Parteien in Ungarn zugunsten einer Partei weit rechts der CDU geopfert, um Orbán zu schlagen. Das heißt: Wer wirklich die Demokratie verteidigen will, sollte nicht nur in den schönen Momenten klatschen – sondern auch bereit sein, das Notwendige zu tun, wenn es darauf ankommt. Und bei uns kommt es bald darauf an. In Sachsen-Anhalt steht die AfD vor der absoluten Mehrheit. Und in der CDU mehren sich Stimmen, die über Minderheitsregierungen oder AfD-Koalitionen nachdenken, anstatt mit Linken zu kooperieren. Darum: Wer die Ungarn-Wahl wirklich verstanden hat, lässt es bei uns gar nicht so weit kommen und springt politisch auch mal über seinen Schatten, anstatt nur nette Rede zu schwingen. 🎥: @fionngrosse #politik #ungarn

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