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Pootin hat jeden Vertrag gebrochen, den er unterschrieben hat - von Budapest über Minsk bis zu den Abrüstungsabkommen. Sein erklärtes Ziel ist nicht ein „Modus Vivendi“, sondern die Zerstörung der Ukraine als souveräner Staat. Das ist keine Verhandlungsposition, das ist ein Vernichtungsprojekt. Der Kreml steht militärisch wie wirtschaftlich erheblich unter Druck, trotz aller Propaganda. Die Vorstellung, Europa müsse jetzt „Zuckerbrot“ anbieten, um Moskau an den Tisch zu bringen, verkennt die Lage. Jede Lockerung von Sanktionen, jede symbolische Normalisierung würde im Kreml nur eines auslösen: die Überzeugung, dass Europa erneut einknickt. Verhandlungen funktionieren nur, wenn der Aggressor erkennt, dass er militärisch nicht gewinnen kann. Genau deshalb braucht die Ukraine jetzt nicht weniger Druck, sondern mehr Unterstützung: moderne Luftabwehr, Munition, weitreichende Systeme. Alles, was nötig ist, um Russlands Angriffsfähigkeit zu brechen. Erst dann entstehen echte Verhandlungsspielräume, und zwar aus Stärke, nicht aus Angst vor Eskalation. Ein Russland, das für Aggression belohnt wird, kommt wieder. Und dann steht es nicht mehr vor Cherson, sondern vor Narva oder Suwałki. Europa braucht keine neue Sicherheitsarchitektur mit RUS, sondern eine Sicherheitsarchitektur, die Pootins Revisionismus begrenzt. Das ist der Kern. Alles andere wäre Selbsttäuschung. Wer Frieden will, muss dafür sorgen, dass Aggression sich nicht lohnt. Das ist die einzige Sprache, die Moskau versteht und die einzige, die langfristig Sicherheit schafft. Für die Ukraine, für Europa und für uns selbst.
2026-06-19 09:23:38