layali.swiss :
Wenn die Beschwerden bereits seit 2–3 Tagen bestanden haben (und zudem ev. bekannt war, dass die Praxis in wenigen Tagen Betriebsferien hat), wäre es sinnvoll gewesen, sich frühzeitig zu melden. Falls sich die Beschwerden bis dahin gebessert hätten, hätte der Termin problemlos rechtzeitig abgesagt werden können. Damit wären beide Seiten abgesichert gewesen.
Ich verstehe, dass Juckreiz im Intimbereich unangenehm ist und man möglichst schnell Hilfe möchte. Trotzdem sind Arztpraxen an ihre verfügbaren Termine gebunden. Wenn am Telefon bereits mitgeteilt wurde, dass keine Termine mehr frei sind, ändert sich daran auch nichts, wenn man persönlich in der Praxis erscheint.
Es gibt keine allgemeine gesetzliche Verpflichtung für eine Arztpraxis, jede Patientin noch am selben Tag oder ohne Termin zu behandeln. Eine Ausnahme besteht bei echten medizinischen Notfällen (bei der Gynäkologie z. B. starke Blutungen in der Schwangerschaft) oder wenn eine Praxis den offiziellen Notfalldienst übernimmt. Akuter Juckreiz im Intimbereich ist zwar belastend, stellt aber in der Regel keinen medizinischen Notfall dar.
Und wenn dir ein Termin noch am selben oder am nächsten Tag so wichtig ist, obwohl deine Frauenärztin keine Kapazitäten mehr hat, dann solltest du dich an eine andere Frauenarztpraxis, eine Notfallpraxis oder die gynäkologische Notfallambulanz eines Krankenhauses wenden. Man kann nicht jede Patientin «kurz dazwischen schieben», nur weil sie meint, es dauere «nur 5 Minuten». Im Voraus weiss niemand, wie aufwendig die Untersuchung oder Behandlung tatsächlich sein wird. Die Tatsache, dass eine Praxis ausgebucht ist, bedeutet nicht, dass sie Patientinnen absichtlich ablehnt, sie hat schlicht ihre Kapazitätsgrenze erreicht!
2026-07-07 01:26:02