Erik Wiedner :
Ganz ehrlich: Hübsch anzuschauen, aber es widerlegt überhaupt gar nichts. Die Große Pyramide von Gizeh war ursprünglich etwa 146,6 Meter hoch und ist heute noch rund 138,5 Meter hoch. Wir reden also über gewaltige Höhen, in die tonnenschwere Steinblöcke transportiert werden mussten.
Und gerade bei den schwersten Blöcken wird es interessant: Viele der verwendeten Granitblöcke wogen schätzungsweise zwischen 50 und sogar 80 Tonnen. Willst du mir jetzt ernsthaft erzählen, dass damit bewiesen wäre, wie die Ägypter solche 50 bis 80 Tonnen schweren Steine auf Höhen von über 100, 120, 130, 140 und schließlich bis auf knapp 147 Meter transportiert haben? Genau das wird dadurch doch überhaupt nicht bewiesen.
Und dann kommt noch die außergewöhnliche Geometrie hinzu: Die Große Pyramide besteht nicht einfach nur aus vier Seiten. Jede der vier Seiten ist in sich noch einmal exakt eingeknickt, sodass sich insgesamt acht Seitenflächen ergeben. Diese achtseitige Struktur ist nicht einfach irgendeine zufällige Unebenheit, sondern Teil der außergewöhnlich präzisen Konstruktion der Pyramide. Gleichzeitig ist sie nahezu perfekt nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet.
Wir reden hier also über ein Bauwerk, das fast 147 Meter hoch war, dessen Seiten außergewöhnlich präzise konstruiert und ausgerichtet wurden und in dem teilweise 50 bis 80 Tonnen schwere Granitblöcke verbaut sind.
Also: Was genau wurde hier eigentlich bewiesen? Dass man eine bestimmte Technik zum Bewegen oder Anheben von Steinen demonstrieren kann? Schön. Aber damit ist noch lange nicht erklärt, wie die alten Ägypter 50 bis 80 Tonnen schwere Granitblöcke über Höhen von mehr als 100 Metern bis hinauf auf fast 147 Meter transportiert und dort derart präzise verbaut haben.
Eine solche Demonstration kann vielleicht einen einzelnen Teilaspekt erklären – aber sie beweist mitnichten, dass damit der gesamte Bau der Großen Pyramide geklärt ist.
2026-08-16 17:12:58