قَالَ الْحَقَّ :
Der Islam wird nach dem Qur'an und der authentischen Sunnah beurteilt – nicht nach den Taten einzelner Menschen. Wir Muslime sind Überbringer der Botschaft, keine Wächter über die Menschen. Allah sagt: „Es obliegt dir nur die Verkündung“ (vgl. Qur'an 3:20, 5:99) und „Du bist nicht ihr Hüter“ (6:107).
Terroranschläge auf Unschuldige sind im Islam haram. Wer in einem nichtmuslimischen Land lebt, ist verpflichtet, seine Verträge und Zusagen einzuhalten. Eigenmächtige Gewalt und Selbstjustiz sind weder dort noch in einem islamischen Staat erlaubt; Strafen sind Sache der rechtmäßigen Autorität und eines rechtsstaatlichen Verfahrens, nicht des Einzelnen.
Die maßgeblichen sunnitischen ʿUlamāʾ haben den sogenannten IS als Irrweg verurteilt und erklärt, dass er weder dem Qur'an noch der Sunnah folgt, sondern seinen Begierden (Hawā/Nafs). Allah sagt: „Keine lasttragende Seele trägt die Last einer anderen.“ (Qur'an 6:164, 17:15, 35:18, 39:7, 53:38).
Wer unschuldige Menschen angreift, ist ein Verbrecher – unabhängig von Religion, Herkunft oder Ideologie. Es ist deshalb unzutreffend, die Verbrechen Einzelner dem Islam als Religion zuzuschreiben. Politische Schlagworte ersetzen keine sachliche Auseinandersetzung mit den Quellen des Islam.
2026-07-26 15:03:24