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Clara war sechs Jahre alt, als sie erfahren hat, dass ihre Schwester sterben wird. Mit sieben Jahren ist Elisa gestorben. Jetzt ist Clara acht. Acht Jahre alt und sie erzählt fremden Kindern, Erwachsenen und Lehrern von ihrer Schwester. Ist das okay? Darf sie von Elisa erzählen, auch wenn andere vielleicht nicht wissen, was sie sagen sollen? Darf sie ihren Namen nennen, obwohl dadurch jeder kurz daran erinnert wird, dass ein Leben nicht für immer ist? Vielleicht verstört es manche Menschen. Vielleicht wissen sie nicht, wie sie reagieren sollen. Vielleicht wechseln sie schnell das Thema oder sagen etwas Unpassendes, weil sie den Schmerz nicht aushalten. Aber was wäre die Alternative? Soll Clara so tun, als hätte Elisa nie existiert? Soll sie den Namen ihrer Schwester verschweigen, damit andere sich wieder sicherer fühlen? Soll sie ihre Erinnerungen kleiner machen, nur weil sie für Erwachsene zu groß sind? Clara erzählt von Elisa, weil Elisa zu ihr gehört. Nicht nur zu ihrer Vergangenheit. Auch zu ihrer Gegenwart. Und zu ihrer Zukunft. Denn Elisa wird immer ein Teil von Claras Geschichte sein, auch wenn sie selbst nicht älter werden durfte. Vielleicht versteht Clara noch nicht jeden Tag, was „für immer“ bedeutet. Vielleicht begreift sie den Tod immer wieder neu. Aber sie weiß, dass Elisa fehlt. Sie weiß, dass ihre Schwester nicht zurückkommt. Und sie weiß, dass sie von ihr erzählen kann. Vielleicht ist das ihre Art zu sagen: Elisa war hier. Sie war meine Schwester. Und bitte tut nicht so, als hätte es sie nie gegeben. Ist es nicht genau das, was wir uns für unsere verstorbenen Menschen wünschen? Dass jemand ihren Namen sagt? Dass jemand sich erinnert? Dass ihr Leben nicht einfach verschwindet? Ja, Clara erinnert andere daran, dass das Leben endlich ist. Aber vielleicht zerstört sie damit nicht die Zukunft. Vielleicht zeigt sie uns nur, wie kostbar sie ist. Vielleicht sollten wir nicht davor zurückschrecken, dass ein achtjähriges Mädchen uns an den Tod erinnert. Vielleicht sollten wir dankbar sein, dass sie uns von Elisa erzählt. Denn wer Clara kennt, lernt auch Elisa kennen. Und solange von Elisa erzählt wird, ist sie nicht vergessen. #trauer #unvergessen #geschwister #dipg #mut
Clara war sechs Jahre alt, als sie erfahren hat, dass ihre Schwester sterben wird. Mit sieben Jahren ist Elisa gestorben. Jetzt ist Clara acht. Acht Jahre alt und sie erzählt fremden Kindern, Erwachsenen und Lehrern von ihrer Schwester. Ist das okay? Darf sie von Elisa erzählen, auch wenn andere vielleicht nicht wissen, was sie sagen sollen? Darf sie ihren Namen nennen, obwohl dadurch jeder kurz daran erinnert wird, dass ein Leben nicht für immer ist? Vielleicht verstört es manche Menschen. Vielleicht wissen sie nicht, wie sie reagieren sollen. Vielleicht wechseln sie schnell das Thema oder sagen etwas Unpassendes, weil sie den Schmerz nicht aushalten. Aber was wäre die Alternative? Soll Clara so tun, als hätte Elisa nie existiert? Soll sie den Namen ihrer Schwester verschweigen, damit andere sich wieder sicherer fühlen? Soll sie ihre Erinnerungen kleiner machen, nur weil sie für Erwachsene zu groß sind? Clara erzählt von Elisa, weil Elisa zu ihr gehört. Nicht nur zu ihrer Vergangenheit. Auch zu ihrer Gegenwart. Und zu ihrer Zukunft. Denn Elisa wird immer ein Teil von Claras Geschichte sein, auch wenn sie selbst nicht älter werden durfte. Vielleicht versteht Clara noch nicht jeden Tag, was „für immer“ bedeutet. Vielleicht begreift sie den Tod immer wieder neu. Aber sie weiß, dass Elisa fehlt. Sie weiß, dass ihre Schwester nicht zurückkommt. Und sie weiß, dass sie von ihr erzählen kann. Vielleicht ist das ihre Art zu sagen: Elisa war hier. Sie war meine Schwester. Und bitte tut nicht so, als hätte es sie nie gegeben. Ist es nicht genau das, was wir uns für unsere verstorbenen Menschen wünschen? Dass jemand ihren Namen sagt? Dass jemand sich erinnert? Dass ihr Leben nicht einfach verschwindet? Ja, Clara erinnert andere daran, dass das Leben endlich ist. Aber vielleicht zerstört sie damit nicht die Zukunft. Vielleicht zeigt sie uns nur, wie kostbar sie ist. Vielleicht sollten wir nicht davor zurückschrecken, dass ein achtjähriges Mädchen uns an den Tod erinnert. Vielleicht sollten wir dankbar sein, dass sie uns von Elisa erzählt. Denn wer Clara kennt, lernt auch Elisa kennen. Und solange von Elisa erzählt wird, ist sie nicht vergessen. #trauer #unvergessen #geschwister #dipg #mut

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