McFly :
Ich glaube, wir lernen tatsächlich vieles durch das, was uns wehgetan hat. Durch Fehler, Ungerechtigkeit, Alleinsein, Verlassenwerden, Vertrauensbrüche. Wenn alles gut läuft, erfahren wir, wie sich das Gute anfühlt. Aber erst wenn etwas zerbricht, lernen wir oft, was wir brauchen, was wir nicht mehr wollen und wo unsere Grenzen liegen.
Schmerz hat mir dabei nicht gezeigt, wer echt ist. Er hat mir eher gezeigt, wer unecht, unehrlich oder falsch war. Wer wirklich echt ist, das herauszufinden, braucht Zeit und dass ich heute vorsichtiger, achtsamer und wachsamer bin, ist vielleicht auch eine Lektion aus all dem.
Rückschläge haben mir gezeigt, wie robust ich bin. Ich bin oft liegen geblieben. Manchmal wusste ich nicht einmal, warum ich überhaupt wieder aufstehen sollte. Aber ich bin immer wieder aufgestanden. Vielleicht war der Grund dafür am Ende doch ich selbst, auch wenn ich das lange nicht wahrhaben wollte.
Und „nicht heil“ ist treffender als „geheilt“. Manche Narben verschwinden nicht. Sie erinnern uns daran, was war und manchmal schmerzen sie noch. Aber irgendwann erkennt man den Unterschied: Es ist kein neuer Schmerz mehr, sondern Erinnerungsschmerz. Und man weiß: Das war damals. Heute ist es anders.
Vielleicht ist genau das „Weitergehen“. Nicht ohne Narben. Aber mit dem Wissen, dass der Schmerz von damals nicht mehr mein Heute bestimmt und jeder kommende Schmerz nicht mehr nur Schmerz ist, sondern auch ein Geschenk, das mich wachsen lässt.🖤
2026-08-24 22:22:59