Veyron :
Wenn man für soziale Sicherheit und ein Gesundheitswesen steht, in dem Versorgung nicht immer stärker vom Geldbeutel abhängt, ist auch nachvollziehbar, warum man die AfD nicht als Lösung sieht. Einzelne Forderungen wie weniger Budgetierung bei Ärzten klingen erstmal gut, gleichzeitig setzt ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik aber stark auf Markt, private Strukturen und die Entlastung von Kapital und Vermögen. Wenn diese Richtung weitergeht, wird für Menschen mit niedrigen Einkommen irgendwann nicht nur die Zusatzversorgung zum Problem, sondern die Frage, wie lange sie sich steigende Beiträge, Eigenanteile und überhaupt eine ausreichende Krankenversicherung noch leisten können. Dann hilft auch die aufgehobene Budgetierung wenig, wenn medizinische Versorgung faktisch immer stärker vom eigenen Einkommen abhängt. Und miteinander reden muss man natürlich trotzdem. Aber mit der AfD zu reden heißt nicht, ihre Positionen gut finden zu müssen. Gerade wenn man sie genauer prüft, kann man sehr wohl zu dem Ergebnis kommen, dass sie mit der eigenen Vorstellung von sozialer Sicherheit nicht zusammenpassen.
2026-08-30 12:53:27