@timklaertauf: Man kann Produkte kritisieren. Man kann Diätkultur kritisieren. Und man kann darüber sprechen, dass kalorienreduzierte Lebensmittel für manche Menschen Teil eines restriktiveren Essverhaltens werden können. Aber dafür muss man nicht den Körper einer Frau öffentlich zum abschreckenden Beispiel machen. Was hier passiert, ist keine Aufklärung. Aus Videos und Bildern wird auf „Untergewicht“, „Magersucht“ und eine Essstörung geschlossen, gleichzeitig werden Kommentare belacht, die sich über ihre Unsicherheiten lustig machen. Später fällt sogar der Satz, man solle „nicht so enden wie sie“. Das ist keine nüchterne Kritik an einem Produkt oder einer Werbestrategie mehr, sondern eine Abwertung einer Person. Dünnsein, Untergewicht und Anorexia nervosa sind nicht dasselbe. Ob jemand untergewichtig ist, lässt sich nicht seriös anhand eines Instagram-Videos feststellen. Und eine Essstörung ist erst recht keine Diagnose, die man aus dem Aussehen einer Person ableiten kann. Dafür braucht es eine fachliche Beurteilung von Verhalten, Gedanken, Gewichtsverlauf und weiteren Faktoren. Noch absurder ist, dass dieses Bodyshaming als Prävention verkauft wird. Wenn jemand tatsächlich Probleme mit Essen, Kalorien oder dem eigenen Körper hätte, wäre öffentliches Beschämen sicher nicht die Lösung. Gewichtsstigmatisierung steht konsistent mit problematischen Gedanken und Verhaltensweisen rund ums Essen in Zusammenhang. Und nein: Das bedeutet nicht, dass jedes Diätprodukt sinnvoll ist. Wer Angst vor „echtem Essen“ entwickelt oder zwanghaft Kalorien vermeiden will, hat ein Problem, das man ernst nehmen sollte. Aber Produkte pauschal zu verteufeln ist genauso daneben. Ein Zero-Getränk kann für jemanden, der oft zuckerhaltige Getränke trinkt, eine Möglichkeit sein, die Energieaufnahme zu reduzieren. Entscheidend ist der Kontext.

Tim Schulz
Tim Schulz
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Tuesday 01 September 2026 13:25:42 GMT
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Comments

hamoeli
hamoeli :
how about Anorexie und Untergewicht nicht synonym verwenden 🥲
2026-09-01 15:08:09
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lila.blass.blau
lilablassblau 2020 :
Tatsächlich hat Sie selbst zugegeben, dass Sie in der Vergangenheit Essgestört war. Es ist wichtig über die Gefahren zu sprechen, aber nicht auf Kosten anderer.
2026-09-01 14:35:18
13
alina.fa
Alina :
Danke!
2026-09-01 13:27:59
38
davinnnistnochwach
Davinistnochwach4169 :
Hab jetzt schon oft videos von dir gesehen musste jetzt einfach reinfolgen
2026-09-04 20:41:03
1
lindawendt1972
Lindawendt1972 :
🥰🥰 richtig..macht leider auch mein Arzt
2026-09-01 17:56:12
2
neinja04
WasMachIchHierEigentlich :
Dankeschön 😊
2026-09-01 14:56:11
3
celvnes
CL :
Danke!
2026-09-01 15:57:41
0
banane_385
Banane385 :
Sonst schaue ich deine Videos echt gerne, hier ist mir deine Argumentation aber viel zu einseitig und greift auch deutlich zu kurz. Vielleicht gibt das Originalvideo aber auch nicht mehr her. Dennoch dachte ich, bei dir den Anspruch festgestellt zu haben, „besser“ zu sein als der „oberflächliche“ Durchschnittsinfluencer. Zuerst: Ich möchte die Art und Weise, wie der junge Mann im Video auftritt, und die Aussagen, wie er sie trifft, keinesfalls gutheißen oder verteidigen. Aber der Punkt ist doch nicht Zuckergetränke gegen Süßstoffe. Das ist nur eine Facette, die du dir aussuchst, weil sie am einfachsten zu widerlegen ist. Das viel tiefgreifendere Problem ist doch der offensichtlich ungesunde Lebensstil, der von Romina und allen voran von Christian Wolf glorifiziert und verbreitet wird, und das nur, um noch mehr Geld zu erwirtschaften. Dass Romina eine Essstörung hatte, ist dabei bekannt, und sehr wahrscheinlich ist auch, dass sie aktuell, verstärkt durch ihren Partner, wieder darunter leidet. Natürlich kann man das nicht zu 100 % über ein paar kurze Videos diagnostizieren, aber es ist auch nicht relevant, ob sie als einzelne Person jetzt eine Essstörung hat oder nicht. Denn Fakt ist: Sie und CW haben ein gestörtes Verhältnis zum Essen, was sich durch etliche Videos feststellen lässt, und sie promoten diesen Lebensstil und eine Diätkultur, die bei anfälligen Leuten zu einem gestörten Verhältnis zum Essen oder einer Essstörung führen kann und auch in Einzelfällen schon geführt hat, indem sie Angst vor Mahlzeiten machen oder mit Begriffen wie „verschwendete Kalorien“ oder „skinny fat“ gezielt Angst vor Kalorien schüren und dabei auch vermeintlich normalgewichtige Menschen mit einbeziehen, um mehr Kunden anzusprechen. Dass du Übergewicht als größere Gefahr darstellst, ist formal richtig, was die Zahlen angeht, aber in dem Zusammenhang nicht mehr als ein Strohmann. Somit bleiben deine einzigen Kritikpunkte die Süßstoff-Debatte und berechtigterweise seine Art und Weise, während der eigentliche Kern der Kritik gänzlich übergangen wird. Schade eigentlich.
2026-09-02 11:47:19
0
einfach__romy
einfach__romy :
es gibt sogenannte Hartgainer. das sind Menschen die zugeführte Kalorien direkt verbrennen (einfach ausgedrückt) - auf Deutsch: sie können Essen was sie wollen, und werden nicht zu nehmen. 😏 da geht es dann eher langkettige Proteine, die quasi lang Kalorien liefern. gepaart mit einer Hormonstörung (Schilddrüse,etc) ist das ganz schön belastend, da wir man immer sehr schlank ist, und nie wirklich Reserven hat, für z.B. eine Krankheit. 💡
2026-09-01 20:13:28
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celinskis.wurld
Celinski :
!!!!!!!🤍
2026-09-01 20:40:58
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