@3minutenwissen: Ozeanwelten könnten nicht die Dichte von Leben haben die man zuerst erwarten würde. Unser Planet bleibt im Kosmos einer der Lebensfreundlichsten. #fürdich #raumfahrt #physik
Zu sagen, dass auf einem Exoplaneten wegen des enormen Drucks grundsätzlich kein Leben existieren oder entstehen kann, ist eine ziemlich weitreichende Schlussfolgerung.
Wir wissen bereits von der Erde, dass Leben sich an extremen Druck anpassen kann. Sogenannte Piezophile sind Organismen, die unter hohem hydrostatischem Druck leben und sich dort teilweise sogar besser vermehren als bei Normaldruck. Tiefsee-Mikroorganismen haben dafür unter anderem Anpassungen an ihren Zellmembranen, Proteinen und Stoffwechsel entwickelt.
Und wir sollten bei außerirdischem Leben ohnehin vorsichtig sein, wenn wir unsere irdischen Bedingungen als absolute Grenze betrachten. Wir kennen bisher nur eine Form von Leben und eine einzige Biosphäre. Dass Leben unter völlig anderen Bedingungen unmöglich ist, können wir daraus nicht ableiten.
Auch Silizium ist dabei ein interessantes Beispiel: Auf der Erde gibt es Organismen, die Silizium gezielt biologisch verarbeiten und Strukturen daraus aufbauen. Eine vollständig siliziumbasierte Biochemie kennen wir dagegen bisher nicht, und ihre Machbarkeit ist wissenschaftlich offen bzw. unter vielen Bedingungen eher problematisch.
Der Punkt ist also nicht zu behaupten, dass auf einem Exoplaneten mit extremem Druck definitiv Leben existiert. Das können wir nicht wissen. Der Punkt ist: Extremer Druck allein ist kein Beweis dafür, dass dort kein Leben entstehen oder existieren kann. Dafür kennen wir die möglichen Grenzen von Leben außerhalb der Erde schlicht noch nicht gut genug.
2026-09-09 22:02:49
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