Magnus_1961 :
Ich erinnere mich auch noch daran, wie schmerzhaft das in früheren Zeiten gewesen ist, wenn eine Beziehung endete. Wie es sich angefühlt hat, als ich einmal geghostet wurde, und das sofort für mich nach sich zog, dass ich losließ! Schritt für Schritt. Mit zusammen gebissenen Zähnen. Das lag auch daran, dass ich die Beziehung zum zentralen Teil meiner selbst gemacht hatte. Weil ich mich in meinem Selbst noch nicht gefunden hatte. Die Beziehung war mein Zentrum. Das ist heute anders. Heute habe ich schon lange zu mir selbst gefunden. Indem ich durch die Täler, Schluchten, Höhlen und auch Gebirge meiner Seele gegangen bin. Ein langer Weg, und auch ein harter, schwieriger Weg. Ich kenne keinen Mangel mehr, keine Leere. Ich kann mit mir alleine sein, ohne dass es mich bekümmert. Langweile empfinde ich nicht. Denn ich bin bei mir.
Es hat allerdings einen Nebeneffekt: Das Bedürfnis nach Beziehung ist nicht mehr da! Ich brauche keine Beziehung mehr, um mich vollständig zu fühlen. Oder jemanden zu haben, über die Person ich mich spiegeln kann. Das ist einerseits ein gutes Gefühl. Andererseits ist mir klar, dass es ein exklusiver Zustand ist. Denn die Menschheit als Ganzes würde in Schwierigkeiten geraten, wenn alle diesen Weg gehen würden, und irgendwann die Population zusammenbricht. Weil keiner mehr eine Beziehung sucht. Wenn Männer und Frauen sich geflissentlich vermeiden. Und Kinder zu einer Seltenheit werden. Für mich ist Beziehung nicht mehr wichtig. Austausch, Verbindung, Kommunikation allerdings schon. Aber damit entstehen keine Familienstrukturen. Eine Lösung habe ich bisher auch nicht dafür. Zumal ich auch jahrelang gestruggelt habe mit denen, die ich in meinem Leben nicht bzw. nicht mehr wollte. Und die das nicht akzeptierten. Mich belagerten, belästigten, belasteten. In meinem Kopf! Weil ich für sie das Zentrum ihres Daseins war...🫣
2026-09-21 23:25:58