Fortowij83 :
Das Projekt des US-amerikanisch-israelischen Start-ups Stardust Solutions konzentriert sich auf die Entwicklung von Technologien für das sogenannte solare Geoengineering, genauer gesagt das Solar Radiation Management (SRM). Ziel des 2023 gegründeten Unternehmens ist es, mikroskopisch kleine Partikel in die Stratosphäre einzubringen, um einen Teil des einfallenden Sonnenlichts ins All zurückzureflektieren und so die globale Erderwärmung künstlich abzubremsen.
Die Technologie: Im Gegensatz zu früheren Konzepten, die auf Schwefeldioxid basierten und das Risiko bergen, die Ozonschicht zu schädigen oder sauren Regen zu verursachen, setzt Stardust auf neu entwickelte, feste Partikel. Das Unternehmen hat im Mai 2026 nach einer langen Geheimhaltungsphase offengelegt, dass es sich dabei um etwa 0,5 Mikrometer große Partikel aus amorphem Siliziumdioxid (Silica) sowie um Varianten mit einem Calciumcarbonat-Kern handelt.
Finanzierung und Ausmaß: Das Projekt gehört zu den am stärksten finanzierten kommerziellen Vorhaben in diesem Feld. Im Oktober 2025 – exakt der Zeitraum, aus dem der im Bild erwähnte Politico-Artikel stammt – sammelte Stardust in einer Finanzierungsrunde 60 Millionen US-Dollar ein. Das Gesamtkapital des Unternehmens beläuft sich damit auf rund 75 Millionen US-Dollar.
Klimatische Ziele: Laut Berechnungen des Unternehmens könnte die schrittweise Ausbringung von rund 10 Millionen Tonnen dieser Partikel über mehrere Jahre hinweg die globale Durchschnittstemperatur theoretisch um bis zu 1,5 Grad Celsius senken.
Kontroversen und Kritik: Das Vorhaben wird, wie im Screenshot angedeutet, in der Wissenschafts- und Umwelt-Community äußerst kritisch gesehen. Forscher warnen vor unkalkulierbaren Risiken für globale Wettermuster, wie etwa die gefährliche Beeinflussung der Monsunregenfälle, von denen Milliarden Menschen abhängen. Zudem wird scharf kritisiert, dass ein privates, gewinnorientiertes Unternehmen Eingriffe planetaren Ausmaßes plant, was komplexe geopolitische und ethische Fragen der Regulierung aufwirft. Nicht zuletzt besteht die Sorge, dass solche technologischen Notlösungen den politischen Druck zur eigentlichen CO2-Emissionsminderung verringern könnten.
2026-10-01 20:28:05