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Das Problem ist, dass die Menschen ständig das Wesentliche überspringen und vergessen, was sie eigentlich sind: Menschen. Wir bestehen nicht aus Fahnen, Religionen, Grenzen, Herkunft oder gesellschaftlichen Klassen. Seit Generationen werden Unterschiede geschaffen, Menschen gespalten und gegeneinander ausgespielt. Sie übernehmen Ideologien, Vorstellungen und Weltbilder, ohne sie zu hinterfragen. So betrachten sie das Leben wie ein Spiel aus Gewinnern und Verlierern.
Dabei besitzt jeder Mensch einen Verstand, mit dem er denken, verstehen, hinterfragen und sich weiterentwickeln kann. Doch viele übernehmen nur die Gedanken anderer und verlieren sich im Außen, statt selbst Zusammenhänge zu erkennen.
Das zeigt sich auch beim Thema Reichtum. Es heißt, ohne Reiche gäbe es keine Wohnungen und keinen Wohlstand. Aber wer baut die Häuser, wer arbeitet und erschafft die Werte? Es sind Menschen. Kapital allein erschafft keinen Wohlstand. Und nur weil es einem selbst gut geht, bedeutet das nicht, dass alle dieselben Möglichkeiten haben. Auch Spenden und kleine Teile des eigenen Wohlstands ersetzen nicht die Auseinandersetzung mit dem großen Ganzen.
Die Menschen wissen, was richtig und falsch ist, machen aber trotzdem dieselben Fehler und geben sie weiter. Wer anderen mit Menschlichkeit begegnet, wird oft als schwach oder naiv angesehen. Deshalb halte auch ich Abstand zu Menschen, die fremde Vorstellungen übernehmen, ihre Bestätigung nur im Außen suchen und andere gegeneinander statt füreinander behandeln.
Loyalität beginnt im Inneren. Ich denke nicht in kleinen Gruppen, sondern an die gesamte Menschheit. Kein Mensch ist aufgrund seiner Herkunft, seines Besitzes oder seiner Zugehörigkeit mehr wert als ein anderer. Jeder sollte erkennen, was in ihm steckt.
Kein Mensch ist verloren. Verloren geht die Fähigkeit, selbst zu denken, wenn man aufhört zu hinterfragen. Eure Fehler müssen nicht unsere werden.
2026-10-31 13:05:56