@mamedov949:

imran_mamedov 07
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Saturday 31 October 2026 07:09:59 GMT
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m9502208
Мафтуна :
aktoganga nma demak
2026-10-31 10:14:48
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mai447929
🦞🦞🦞 :
2026-10-31 10:22:12
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asmoa__0
𝓪𝓼𝓶𝓸𝓪🪻🫧 :
menga oxshab koment oqigani Kim kirdi 😂💕
2026-10-31 08:38:40
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Für alle, die das mit der Prävalenz nicht ganz verstanden haben: Prävalenz bedeutet erst mal: Wie häufig kommt ein Phänomen in einer Gesellschaft vor? Dafür machen wir epidemiologische Studien, nehmen Bevölkerungsstichproben, schauen standardisiert: Wie viele Menschen erfüllen die Kriterien für ADHS? Und rechnen das dann auf die Gesamtbevölkerung hoch. Und da landen wir je nach Untersuchungsmethode immer wieder ungefähr bei 5 Prozent. Auch die aktuellsten Untersuchungen finden wieder ungefähr diese Größenordnung. Die dokumentierten ADHS-Diagnosen lagen dagegen immer extrem weit darunter – und liegen trotz der gerade explodierenden Diagnosezahlen immer noch darunter. Das heißt: ADHS nimmt nach dem, was wir bisher in den Prävalenzstudien sehen, nicht plötzlich massiv zu. Was massiv zunimmt, ist die Zahl der Menschen, die tatsächlich eine ADHS-Diagnose bekommen. Und das ist für die Frage aus diesem Reel ziemlich wichtig. (In meinem Reel: „ADHS Epidemie: was ist dran?“ hab ich es genauer erklärt.) Denn natürlich können Medienkonsum, Stress, Schlafmangel und unsere heutige Lebenswelt Symptome verursachen, die aussehen wie ADHS. Aber daraus folgt nicht, dass diese neuen Umweltphänomene ADHS verursachen. ADHS ist ein wissenschaftlich ziemlich robust untersuchtes, empirisches Phänomen. Unsere Umwelt kann beeinflussen, wie stark Symptome auftreten und wie sehr sie zum Problem werden – aber das ist etwas anderes als zu sagen: Unsere digitalisierte Welt hat ADHS erzeugt.
Für alle, die das mit der Prävalenz nicht ganz verstanden haben: Prävalenz bedeutet erst mal: Wie häufig kommt ein Phänomen in einer Gesellschaft vor? Dafür machen wir epidemiologische Studien, nehmen Bevölkerungsstichproben, schauen standardisiert: Wie viele Menschen erfüllen die Kriterien für ADHS? Und rechnen das dann auf die Gesamtbevölkerung hoch. Und da landen wir je nach Untersuchungsmethode immer wieder ungefähr bei 5 Prozent. Auch die aktuellsten Untersuchungen finden wieder ungefähr diese Größenordnung. Die dokumentierten ADHS-Diagnosen lagen dagegen immer extrem weit darunter – und liegen trotz der gerade explodierenden Diagnosezahlen immer noch darunter. Das heißt: ADHS nimmt nach dem, was wir bisher in den Prävalenzstudien sehen, nicht plötzlich massiv zu. Was massiv zunimmt, ist die Zahl der Menschen, die tatsächlich eine ADHS-Diagnose bekommen. Und das ist für die Frage aus diesem Reel ziemlich wichtig. (In meinem Reel: „ADHS Epidemie: was ist dran?“ hab ich es genauer erklärt.) Denn natürlich können Medienkonsum, Stress, Schlafmangel und unsere heutige Lebenswelt Symptome verursachen, die aussehen wie ADHS. Aber daraus folgt nicht, dass diese neuen Umweltphänomene ADHS verursachen. ADHS ist ein wissenschaftlich ziemlich robust untersuchtes, empirisches Phänomen. Unsere Umwelt kann beeinflussen, wie stark Symptome auftreten und wie sehr sie zum Problem werden – aber das ist etwas anderes als zu sagen: Unsere digitalisierte Welt hat ADHS erzeugt.

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