Mein Großvater wurde Schwerverletzt im November 42 aus
Stalingrad ausgeflogen!
2026-11-01 13:06:22
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Josch :
Tagebuch – 22. Januar 1943, Schlacht von Stalingrad
Der Ivan kommen näher. Man hört sie, man spürt sie. Jeder weiß es.
Wir haben fast nichts mehr. Kaum Munition, keine Medikamente. Die Lage ist hoffnungslos – das sieht man in jedem Gesicht.
Und trotzdem haben wir uns zusammengerissen.
Einer klopft dem anderen auf die Schulter. Keiner sagt es laut, aber jeder weiß: Von hier kommt keiner mehr nach Hause.
Das ist unser Schicksal.
Wir kämpfen weiter.
Block für Block. Stellung für Stellung.
Bis zur letzten Patrone.
Menschlichkeit gibt es nicht mehr. Sie ist irgendwo zwischen den Trümmern und dem Schnee verloren gegangen. Es ist nur noch ein Abschlachten. Sinnlos. Endlos. Häuserkampf, der alles verschlingt.
Wenn die Munition leer ist, geht es mit dem Messer weiter. Leise. Nah.
Man denkt nicht mehr. Man funktioniert nur noch.
Ich bin 18 Jahre alt.
Und ich will nur überleben.
Vielleicht bin ich längst zu etwas geworden, was ich nie sein wollte.
Aber tief in mir ist noch dieser eine Gedanke:
Ich will nach Hause.
Zu meiner Mutter, in die warme Küche.
Zu meinem Vater, meinem Bruder, meiner Schwester.
Ich habe es ihr versprochen.
Ich wollte diesen Krieg nie.
Nicht damals.
Und jetzt erst recht nicht mehr.
2026-11-01 12:02:06
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