Russland_Watch :
Wie der 🇬🇧TV-Sender Sky News veröffentlicht, nutzten die russischen Besatzer in Oleschky die humanitäre Waffenruhe, um schweres Gerät und Munition in die Stadt zu bringen und einen Truppenwechsel durchführten. Dem Sender wurde Zugang zur Drohnenkontrollzentrale der ukrainischen Einheit gestattet, die während der zeitlich und örtlich begrenzten Waffenruhe die russischen Truppenbewegungen überwachten. Vorne herum bekam die Welt die humanitäre Rettungsaktion von Oleschky zu sehen. Hinter den Kulissen nutzte Ruzzland die Feuerpause offenbar auch, um seine Truppen für die nächsten Kämpfe zu verstärken. Sky News erhielt exklusiven Zugang zum Aufklärungszentrum der ukrainischen 34. Marinebrigade. Eine evakuierte Bewohnerin berichtet ebenfalls von zahlreichen neu eingetroffenen Soldaten und Panzerfahrzeugen. Sie fürchtet um die Menschen, die in Oleschky zurückgeblieben sind. Auch der ukrainische Generalstab meldet, Russland habe die Feuerpause für Truppenrotationen, den Ausbau militärischer Stellungen, zusätzlichen Drohnenschutz und Munitionsnachschub genutzt. Die 34. Marinebrigade befürchtet nun verstärkte russische Angriffe auf Cherson. Sechs Tage lang konnten Zivilisten aus Oleschky gerettet werden. Das war wichtig und notwendig. Aber gleichzeitig wurden offenbar die militärischen Voraussetzungen geschaffen, um den Krieg anschließend umso heftiger fortzusetzen. Was für ein bitterer Nachtrag zur ohnehin von Russland propagandistisch ausgeschlachteten Rettungsaktion von Oleschky. Russkij und die Ukraine beschuldigen einander, die lokale Waffenruhe in der von Russland kontrollierten südukrainischen Stadt Oleschky zur Neuformierung genutzt zu haben. Zunächst hatte der ukrainische Generalstab den russischen Streitkräften vorgeworfen, während der Feuerpause in der vergangenen Woche ihre militärischen Positionen gestärkt zu haben. Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erklärte dazu vor Journalisten, es sei davon auszugehen, dass auch die ukrainischen Streitkräfte diese Zeit genutzt hätten, um sich neu zu formieren. Dies sei in solchen Situationen gängige Praxis.
2026-11-02 13:56:08